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Die Ungeheuer im Supermarkt

Müde. Erschöpft. Die letzten Tage waren einfach anstrengend und die kommenden werden es durch die Prüfungen auch nicht leichter. Gegen drei stand ich endlich im Supermarkt. wollte mir schnell ein paar Sachen einkaufen. Fleisch, Gurke, Mais. Um mir daheim schnell nen Gemüsereis mit Pute zu kochen. Unheimlicher Hunger und im Geldbeutel 20 €, die darauf gewartet haben, gegen Essen ausgetauscht zu werden. Schon durch die Tür hab ich sie gehört. Die Muffins, die Croissants. Den Kuchen. Die Chips. Die Cornflakes. Die Süßigkeitenabteilung, die Pizzen und all die anderen Dinge. Es kommt mir vor wie Flashbacks. Ich sehe diese Muffinpackung, sehe mich, wie ich sie mir in einem Affenzahn reinschiebe, dazu Milch und sehe mich dann wieder danach am Boden erschöpft liegen.

Ich sehne mich ehrlich gesagt danach, wieder wegen sowas erschöpft zu sein. Mich dafür hassen zu können, anstatt mich mit diesem Alltag, der sich mein Leben nennt zu beschäftigen.

Aber ich war heute stärker. Bin die ganzen Gände wieder zurück und hab Stück für Stück wieder aus meinem Einkaufswagen gelegt, um dann mit Fleisch, Gurke, Mais, Butterkeksen und ner Packung Fritt zur Kasse zu gehen.

Zur Prüfungszeit muss ich mich einigermaßen gesund ernähren. Und dann lieber zuviel essen, anstatt mich vollzustopfen und kotzen zu gehen. Hab es auch geschafft nur paar Kekse zu essen. Klinge wie eine Fünfjährige, die dafür ein Lob erwartet *lach*...

Nein. Die Ungeheuer sind nicht die Süßigkeiten, das viele Essen allgemein. Nein. Das Ungeheur sitzt in meinem Kopf, das Ungeheuer bin ich, zumindest ein Teil von mir. Der essgestörte Teil von mir. Aber selbst in Märchen wurden diese Ungeheuer besiegt. Mal von nem Helden, einem Prinzen, einer Hexe oder einem Zauberer. Warum soll ich es nicht mal schaffen?

9.3.10 19:55
 


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Onlinetagebuch. Über den Weg mit - und hoffentlich irgendwann - aus der Essstörung. Kritik wird gerne angenommen, aber bitte denkt immer daran: Das ist kein Spiel, das ich mir einfach ausgedacht habe, weil mir langweilig war. Das ist mein Leben.

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Großstadtkind, Mitte 20, kämpft gegen sich, die ES und ihre Ängste.
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